
Die Psychologin Dr. Laura Loy arbeitet mit im Projekt „Achtsamkeit in der Bildung und Hoch-/Schulkultur“ an der Uni Leipzig. Ein Aspekt ihrer Forschung ist die Frage wie sich Übungen der Achtsamkeit auf unser ökologisches Bewusstsein und Verhalten auswirken. Dabei spricht sie von der Möglichkeit, auch durch solche meditativen Praxisformen eine globale Identität zu kultivieren. Darüber sagt sie:
„Eine globale Identität bedeutet Identifikation, Verbundenheit und Solidarität mit Menschen auf der ganzen Welt. Mein Gedanke war folgender: Da der Klimawandel eine globale Krise ist, die die ganze Menschheit betrifft und nur durch weltweite gemeinsame Anstrengungen bewältigt werden kann, braucht es vielleicht eine solche globale Identität, um dieser Krise engagiert zu begegnen. In meinen Befragungen hat sich dann gezeigt, dass Menschen sich mehr für Klimaschutz einsetzen, je stärker ihre globale Identität ausgeprägt ist. Daher wollte ich im nächsten Schritt herausfinden, wie eine globale Identität entsteht oder gestärkt werden kann. Ich habe überlegt, wo mir im Alltag die Idee einer globalen Verbundenheit begegnet. Und da fielen mir Yogastunden ein (ich praktiziere schon seit vielen Jahren begeistert Yoga!). Darin sprachen Lehrer:innen manchmal über die buddhistische Philosophie, in der alles mit allem verbunden ist. Außerdem lernte ich die sogenannte Metta-Meditation kennen, in der man explizit übt, Mitgefühl und Verbundenheit mit allen Menschen zu empfinden.“
In Radio evolve sprechen wir mit Laura Loy darüber, wie wir auch durch Achtsamkeit und Meditation eine solche globale Identität entwickeln können und warum das heute dringend notwendig ist.
Am 10./11. September wird Laura Loy ihre Forschungen bei der Konferenz „Achtsamkeit in der Bildung“ an der Uni Leipzig präsenteren: https://www.zls.uni-leipzig.de/konferenz-abik