Die relationale Wende in der Wissenschaft

Kocku von Stuckrad
DEUTSCH
June 11, 2026
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Die relationale Wende in der Wissenschaft
Kocku von Stuckrad
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Wissenschaft & Wissenschaftskritik

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Über diesen Podcast

Im Beziehungsgeflecht des Lebens

Was können wir von der Welt wissen und wie wird uns Wissen eigentlich zugänglich? Der Religionswissenschaftler Kocku von Stuckrad sieht eine dringend notwendige relationale Wende in den Wissenschaften, die auf Teilhabe und einem neuen Miteinander beruht, es könnte gar eine „poetische Wissenschaft“ sein. In seinem Buch „Nach der Ausbeutung“ schreibt er:

„Immer häufiger stehen Wissenschaftler vor dem Problem, dass sich in den wissenschaftlichen Theoriebildungen selber der Schwerpunkt von Objektivität zu Intersubjektivität bewegt, von Beobachtung zu Teilhabe und von Isolation zu Relationalität, also einem Beziehungsgeflecht. Zunehmend setzt sich die Einsicht durch, dass unser Wissen nur möglich ist, weil wir von der Welt sind. Unser Sein und unsere Erkenntnis gehören untrennbar zusammen, und deshalb haben auch unsere Emotionen einen festen Platz im Gefüge des Wissens.“

Für Stuckrad eröffnet sich hier ein „Mitweltwissen“ – „ein Wissen, das relational ist und mit der Welt entsteht. Es gibt hier kein Zentrum, sondern Knotenpunkte von Teilhabenden, die nur zusammen Wissen entstehen lassen.“

Nach Lehrtätigkeiten an den Universitäten Bremen, Erfurt, Bayreuth und Amsterdam ist Kocku von Stuckrad seit 2009 Professor für Religionswissenschaft an der Universität Groningen. In Radio evolve sprechen wir über erweiterte Formen des Wissens und deren Relevanz für eine Antwort auf die gegenwärtigen Krisen.

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