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In den momentanen Debatten zeigt sich immer wieder, wie schwierig es ist, die kulturellen Unterschiede in den Genderidentitäten in einer differenzierten Weise zur Sprache zu bringen. Wie können wir unsere eigenen Werte würdigen und gleichzeitig Verständnis für die Werte der anderen finden – und vielleicht auch mit den Problemen, die ihnen unsere Werte machen? Wo finden wir einen gemeinsamen Boden unseres Menschseins, der ein respektvolles Miteinander ermöglicht?

Dialog statt KonfrontationLange galt für viele moderne Menschen im Westen die Religion als ein Auslaufmodell, ein Relikt der Vergangenheit. Heute gilt diese Haltung selbst als überholt, denn es wird klar, dass die Religion weiterhin in unserer Gesellschaft eine einflussreiche Rolle übernehmen wird. Was bedeutet ein post-säkularer Diskurs, der Raum macht für den Einbezug religiöser und spiritueller Perspektiven? Wir sprachen mit Kristina Stoeckl, eine der führenden Forscherinnen zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum.

Europas Zukunft hängt davon ab, eine kulturelle Dynamik zu entwickeln, die Tradition, modernes Denken und postmoderne Pluralität in einen übergreifenden und offenen Entwicklungsprozess bringt, sagt Michel Saloff-Coste. Der Philosoph, Wirtschaftswissenschaftler und Künstler hat bei Gilles Deleuze Philosophie studiert, Unternehmen beraten, eine Integrale Universität gegründet und mit Jacques Dolors an der Entwicklung Europas gearbeitet. Wir sprachen mit ihm über die evolutionäre Kraft, die nötig ist, damit Europa eine Zukunft hat.

Islamischer Fundamentalismus? Gottloser Westen? Europa ringt darum, wie aus kultureller und religiöser Vielfalt eine gemeinsame Wertebasis erwachsen kann, die trägt. Die Social Architects Claudine Villemot und Ingrid Schneider betrachten in unserem Interview die Ursachen eines über Jahrhunderte entstandenen Konflikts und zeigen: Andersartigkeit muss nicht zu Trennung führen, wenn im gemeinsamen Dialog unser tiefster Bezug zum Menschsein selbst einen Ausdruck findet.

Was kann die Grundlage eines zukunftsfähigen Europas sein? Eine vor allem bürokratisch und wirtschaftlich vollzogene Einheit scheint heute nicht mehr zu tragen. Aber wie können wir tiefere Quellen für die Zukunft Europas finden?

Aufklärung und das Heilige werden oft als Widerspruch gesehen, so als würden sie einander ausschliessen. Aber ist das wirklich so? Und was können uns ein türkischer Imam, der den Westen verurteilt, und junge Nonnen, die in Russland ein verfallenes Kloster wieder aufbauen, über die Notwendigkeit lehren, Aufklärung und Seele wieder zusammenzubringen?

Die Flüchtlingskrise begegnet uns täglich in dramatischen Schlagzeilen. Gleichzeitig engagieren sich Tausende Freiwillige, um den Menschen, die zu uns kommen, zu helfen und ein Miteinander zu gestalten. Christa Spannbauer ist eine von ihnen. Aus ihrer spirituellen Praxis, ihrer Familiengeschichte und der Begegnung mit Überlebenden des Holocaust findet sie den Mut zum Handeln.

Vor fast 30 Jahren aus einer spontanen Vision entstanden, verbindet das Dorfprojekt Kufunda Learning Village heute die ursprüngliche Weisheit und Schönheit Afrikas mit progressiven globalen Ansätzen von Art of Hosting, über Waldorfschulen, biologischen Landbau bis hin zu Aikido. Ein globales Dorf, das zum wertschätzenden Austausch zwischen den Kulturen beitragen möchte.
Ilan Siebert hat auf der Suche nach innovativen Ansätzen in der Wirtschaft ein Jahr bei den Knowmads in Amsterdam Social Entrepreneurship studiert – und den Wert und die Hindernisse des kreativen Chaos erfahren.

Bauhütte Witten: Ein Projekt für den Wiederaufbau einer niedergebrannten Flüchtlingsunterkunft



Die Gleichzeitigkeit von globaler Vernetzung und lokalem Engagement ist für Franz-Theo Gottwald kennzeichnend für einen neuen Aktivismus. Dabei haben sowohl die Vernetzung als auch das konkrete Handeln auch eine subtile Ebene: ein kollektives Bewusstseins, das uns nonlokal verbindet, und ein Wachsein für die Gegenwärtigkeit des Lebens.

Ein neues, intersubjektives Bewusstsein, das neue Fähigkeiten der Zusammenarbeit und ko-bewussten Kreativität ermöglicht. evolve World ist ein lebendiges Dialogfeld, um die Zukunft der offenen Gesellschaft gemeinsam zu gestalten.
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