
Cornelia Muth ist Pädagogin und nutzt schon seit vielen Jahren in ihrer Arbeit als Professorin Dialogprozesse mit ihren Studierenden. Dabei ist ihr besonders der Zwischenraum wichtig, der sich in einem Dialog eröffnen kann. Darin kann echte Begegnung geschehen, die den anderen achtet und als echtes gegenüber anerkennt. In unserem Gespräch sagt Cornelia Muth
„Bilde dir nicht ein, du kennst die Person. Selbst nach 20 Jahren würde nicht nur Martin Buber, sondern auch ich sagen: Der andere wird nie vollständig in deinen Besitz übergehen. Im Gegenteil, es wird in dieser Beziehungsdynamik einen Zwischenraum geben müssen, der auch ein Raum der Freiheit und des Sich-lassen-Könnens und nicht des herrschaftlichen Anpassens oder Unterwerfens ist. Der Dialog versucht, eine Möglichkeitsform zu zeigen, wie wir uns herrschaftsfrei, gleichberechtigt auf Augenhöhe begegnen können.“
In Radio evolve sprechen wir über die Kraft des Dialogs und was ihn gelingen lässt. Und wir dialogische Prozesse in der Bildung angewendet werden können. Was kann Dialog in der Bildung bewirken?
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