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Hania Ranis klassisch-experimentelle Kompositionen sind melodische und sphärische Meditationen, die seelisch berühren. Die Videos ihrer Auftritte erreichen ein Millionenpublikum. Die in Polen geborene Pianistin sucht nach unmittelbarem Ausdruck innerer Erfahrungen und diesen besonderen Momenten echter Begegnung mit den Zuhörenden. Wir sprachen mit ihr über die verbindende Kraft der Musik.

Die Entwicklung der KI schreitet voran und verändert alle Lebensbereiche – und wird das in Zukunft weiterhin in nicht absehbarer Weise tun. Wir haben fünf Menschen, die sich mit den Gefahren und Möglichkeiten künstlicher Intelligenz beschäftigen, gefragt:


Nipun Mehta ist der Gründer von ServiceSpace, einer globalen Gemeinschaft, die an der Schnittstelle von Technologie, Freiwilligenarbeit und Geschenkkultur arbeitet. Ein neues Projekt ist die Entwicklung von ServiceSpaceAI, einem Chatbot, der Mitgefühl und Bewusstseinsbildung fördern soll.

Spirituelle Menschen und Gemeinschaften machen meist einen großen Bogen um künstliche Intelligenz. Der Zen-Lehrer Soryu Forall und seine Sangha springen mitten hinein. Sie wollen nicht mehr und nicht weniger, als der KI einen Raum zu bieten, in dem sie spirituell reifen kann. Ein Gespräch voller Überraschungen und ungewöhnlicher Einsichten.

Srinija Srinivasan kennt die Welt der KI, war Pionierin des Internets als eine der Führungskräfte von Yahoo und gründete als Musikliebhaberin ein innovatives Musikunternehmen. Ihre Aufmerksamkeit gilt bei alldem insbesondere den Möglichkeiten unseres Bewusstseins, ohne dessen weitere Entwicklung, so ist sie sich sicher, wir nicht mit den neuen Technologien umgehen können.

Die überwältigenden Krisen der Gegenwart wecken im Politischen Begehrlichkeiten. Es scheint verführerisch, mit den grenzenlosen Kapazitäten Künstlicher Intelligenz menschliche Unzulänglichkeiten zu verändern. Doch was wird dabei aus Politik und Demokratie?

Der Kognitionswissenschaftler John Vervaeke ist alarmiert von den Fortschritten der KI. Denn, so ist er überzeugt, ohne entsprechende Entfaltung von Weisheit und Sinnbildung werden wir mit diesen Intelligenzen nicht heilsam umgehen können. Sein Vorschlag ist ungewöhnlich und radikal, er umfasst im Kern eine neue kulturelle Wertschätzung des Heiligen.

Sougwen Chung, die Künstlerin, mit deren Arbeiten wir diese Ausgabe gestaltet haben, erforscht in ihren künstlerischen Prozessen und Performances die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. Dadurch hat sie einen unmittelbaren Einblick in ein mögliches wechselseitiges Lernen, das uns die KI eröffnet.

Für viele ist das die große Frage: Werden künstliche Intelligenzen irgendwann oder sogar ganz bald so komplex und weit entwickelt sein, dass in ihnen ein Bewusstsein entsteht? Aber was meinen wir eigentlich mit Intelligenz und Bewusstsein? Sind bewusste Maschinen Fiktion oder nahe Wirklichkeit?

Als Theologe setzt sich Johannes Hoff mit den spirituellen Fragen im Umgang mit digitalen Technologien auseinander. Ein Gespräch über die Wahrheit, das Staunen und verkörperte Einsicht.

Wie erklären wir uns, dass wir Menschen das schaffen, was wir eigentlich nicht wollen – die Zerstörung der ökologischen Systeme, die Klimakatastrophe und jetzt auch noch die sich exponentiell entwickelnde KI? Zur Erklärung wird oft der Begriff Moloch herangezogen. Aber wie hilft uns eine alte phönizische Gottheit, die heutigen Krisen zu verstehen?

Daniel Schmachtenberger hat sich intensiv mit der Metakrise befasst, in der wir uns gegenwärtig befinden. Er erforscht die komplexen Wechselwirkungen der ökologischen, sozialen, politischen und spirituellen Krisen, die durch die rasche Entwicklung künstlicher Intelligenz noch verstärkt werden. Trotz des zunehmenden Risikos katastrophaler Ereignisse sieht er auch Hoffnung.

Mit den neuen KI-Chatbots sind kraftvolle Instrumente entstanden, die zeigen, wozu eine selbstlernende künstliche Intelligenz fähig sein kann. Vor allem, wenn sie sich exponentiell weiterentwickelt und selbst lernt. Dann ist die entscheidende Frage, worauf wir dieses Instrument ausrichten.

Wie gehen wir mit den Herausforderungen um, vor denen wir als Gesellschaft stehen? Brauchen wir mehr Regulierung oder setzen wir auf die Eigenverantwortlichkeit? Ein Debattenbeitrag.

Kassie Hartendorp ist eine langjährige Aktivistin und Leiterin von ActionStation, einer Organisation in Aotearoa (Neuseeland), die Menschen zusammenbringt, die zu den Themen Gleichberechtigung, wirtschaftliche Gerechtigkeit, Unterdrückung, Armutsbekämpfung, Klimagerechtigkeit, ökologische Belange und Einbeziehung indigener Menschen aktiv werden wollen. Wir haben mit Kassie, die selbst eine Maori ist, darüber gesprochen, wie dieser Hintergrund ihren Aktivismus beeinflusst.

Mit der Organisation Force of Nature ist Clover Hogan zu einer wichtigen jungen Stimme der Klimabewegung geworden. Es ist ihr Anliegen, die Ohnmacht junger Menschen in Selbstwirksamkeit zu wandeln und die intergenerationelle Zusammenarbeit zu fördern.

In ihren Projekten verbindet Kate Genevieve Technologie, Kunst und Natur, um immersive Erfahrungen zu kuratieren, die unseren Blick auf die Welt verändern.

Für den Nachhaltigkeitsforscher Thomas Bruhn sind die Krisen unserer Zivilisation Ausdruck einer Beziehungskrise. Wir sprachen mit ihm über die Ursachen destruktiver Beziehungsmuster und erkunden mit ihm, wie durch systemische Resonanz tragfähigere Beziehungsfelder erwachsen können.

Die World-Café-Gründerin Juanita Brown und der Dialog-Begleiter William Isaacs sprechen über die Möglichkeiten und die Bedeutung des kreativen Raums zwischen uns.

David Whyte ist englisch-irischer Abstammung und lebt die meiste Zeit in den USA. In den vergangenen dreißig Jahren hat er eine eigene poetische Sprache entwickelt, eine »Sprache, gegen die man sich nicht verteidigen kann«, wie er selbst sagt. evolve hat mit ihm über die verwandelnde Kraft der Poesie gesprochen.

May East begann in den 80er-Jahren als erfolgreiche Sängerin und Musikerin und engagierte sich dann in der Nachhaltigkeitsarbeit im Ökodorf Findhorn, in der Transition-Town-Bewegung und bei der UNO. In ihrer Arbeit bewegt sie sich an den Rändern ökologischer und sozialer Systeme, um Kreativität und Potenziale zu befreien.

Otto Scharmer ist mit seiner Theorie U und dem Aufbau des Presencing Institute einer der Pioniere in der Erforschung sozialer Felder. Er arbeitet zusammen mit der Künstlerin und Meditationslehrerin Arawana Hayashi an der Entwicklung einer neuen Kunstform: Social Presencing Theater, einer Methode der gemeinsamen Wahrnehmung und Entwicklung von sozialen Feldern. Wir sprachen mit den beiden, dem Vordenker und der Künstlerin, darüber, wie soziale Felder sinnvoll und wirksam zu »beackern« sind.

Mit dem Holy Land Trust erprobt Sami Awad mit seinem Team seit mehr als 30 Jahren neue Wege der Verständigung zwischen Palästinensern und Israelis, um zu einem nachhaltigen Frieden zu finden.

Mit 91 Jahren hat Joanna Macy schon jahrzehntelang aus Liebe zur Erde gelebt. Als Pionierin der Tiefenökologie hat sie wie kaum jemand anderes unsere Verbundenheit mit der lebendigen Erde erforscht und sich für ihren Erhalt eingesetzt.

Der Philosoph Gernot Böhme, der 2022 verstorben ist, setzte sich in seinen Schriften und seiner Lehrtätigkeit für das Wiederentdecken unserer leiblichen Erfahrung ein. Dies war für ihn auch der Weg zu einer »absteigenden Mystik«, die unser Anwesendsein in der Welt als Erfahrung des Heiligen ernstnimmt.

Ein neues, intersubjektives Bewusstsein, das neue Fähigkeiten der Zusammenarbeit und ko-bewussten Kreativität ermöglicht. evolve World ist ein lebendiges Dialogfeld, um die Zukunft der offenen Gesellschaft gemeinsam zu gestalten.
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