


Ein Angebot der neuen Seminarreihe: Interbeing leben:
Online-Tagesseminar- Samstag, 14. November 2026, 10–17 Uhr
Nachbereitung - Donnerstag, 19. November 2026, 17–19 Uhr
Was bedeutet es heute, Älteste zu sein – in einer Zeit, in der vertraute Formen von Orientierung brüchig geworden sind, Traditionen out sind, sich Wissen alle paar Monate verdoppelt und künstliche Intelligenz einen immer größer werdenden Anteil der Beziehungen unserer jüngsten Generation übernimmt? Was können wir als ältere, reifere Menschen vor diesem Hintergrund geben?
Das Wort Ältestes sein ruft schnell die Vorstellung des “Elderseins” in indigenen Gesellschaften hervor. Was mein “Eldersein” heute?
Die Wahrheit ist, dass wir nicht wirklich wissen, was diese einst so hochgeschätzte Rolle für uns, für die Menschen, die wir lieben, und für die Gesellschaft bedeuten könnte. Wir müssen einen tiefgehenden und ehrlichen Dialog darüber führen, was heute möglich ist.
Wie begegnen wir dieser Phase des Lebens?
Diesen großen Fragen wollen wir uns aus der gemeinsamen Anwesenheit und dem zwischen uns entstehenden spezifischen Bewusstseinsfeld stellen.
In dem Seminar werden wir diese Themen dialogisch erforschen, so dass am Ende ein neues Bewusstsein als ältere Person in uns entstehen kann. Die Mystikerin Cynthia Bourgeault nennt diese neue Ältestenbewusstsein in ihrem Buch „Richtig alt werden“ die zweite Geburt.
Elemente des Kurses sind inhaltliche Impulse, Dialoge in Kleingruppen und der gesamten Gruppe, Wahrnehmungsübungen, kurze Meditationen sowie Texte aus dem evolve Magazin und/oder spirituellen Traditionen.

Marlene Potthoff studied biology and political science and has been working in the environmental movement for over 20 years. In addition to her commitment to climate protection and the development of environmental awareness, it has always been important for her to recognize and gain a deeper understanding of the spiritual impulse within herself. Through her intensive engagement with these two interests – the need for social commitment and the perception of the importance of the spiritual dimension – she discovered the significance of the evolutionary development of consciousness in us humans. She sees emergent dialogue as an ideal combination of these two impulses for the development of a new human culture. She runs the Emergent Interbeing programs and the emergent dialogue offerings on a voluntary basis.
Marlene Potthoff studierte Lehramt für Biologie und Politikwissenschaften. Mehr als 30 Jahre arbeitete sie in der Umweltbewegung. Neben dem Engagement für Klimaschutz und der Entwicklung von Umweltbewusstsein war ihr immer auch die Wahrnehmung und das tiefere Verstehen des spirituellen Impulses in ihr selbst von wichtiger Bedeutung. Durch ihre intensive Beschäftigung mit diesen beiden Impulsen, dem Bedürfnis nach gesellschaftlichen Engagement und der Wahrnehmung der Wichtigkeit der spirituellen Dimension, entdeckte sie die Bedeutung der evolutionären Bewusstseinsentwicklung in uns Menschen. Im Emergent Interbeing sieht sie eine ideale Verbindung dieser beiden Impulse für die Entwicklung einer neuen menschlichen Kultur. Sie leitet ehrenamtlich die Emergent Interbeing Programme.

Maria Zacherl has been leading our annual international meditation marathon for many years. Her great passion is meditation and emergent dialogues, which she regularly practices as a dialogue facilitator. In both, meditation and dialogue, she experiences the potential for concrete change. For her, the development of humanity is the top priority, as a direct result of the transformative power of meditation and the experience of non-separation in dialogue. In her everyday life, this is also particularly noticeable in her work as a naturopath. In this deeper and transformed togetherness, a completely new basis for treatment emerges, and thus for her, spiritual practice never stops outside of meditation and dialogue times.
Maria Zacherl leitet seit vielen Jahren unseren jährlichen, internationalen Meditationsmarathon. Ihre große Leidenschaft gehört der Meditation und den emergent dialogues, die sie regelmäßig als Dialogbegleiterin praktiziert. In beidem zusammen, Meditation und Dialog, erlebt sie das Potenzial für konkrete Veränderung. Dabei steht für sie an erster Stelle die Entwicklung von Menschlichkeit, als ein direktes Resultat der transformativen Kraft der Meditation und der Erfahrung der Ungetrenntheit im Dialog. In ihrem Alltag macht sich das vor allem auch in ihrem Beruf als Heilpraktikerin bemerkbar. In diesem tieferen und transformierten Miteinander zeigt sich eine vollkommen neue Behandlungsbasis und somit hört für sie auch außerhalb der Praxiszeiten für Meditation und Dialog die spirituelle Praxis nie auf.
Ablauf Samstag 14. November, 10 Uhr bis 17 Uhr
1. Willkommen und Einführung
zum Thema „Wie können wir in der heutigen Zeit Älteste/Ältester sein?“
2. Kennenlernen in Kleingruppen
Habe ich selbst eine Älteste, einen Ältesten erfahren, die oder der mich geprägt hat und in mir weiterlebt?
3. Inhaltlicher Input zum Ältestenbewusstsein aus Literatur und eigener Erfahrung.
4. Rückblick auf das eigene Leben: Was ist mein Vermächtnis?
5. Was brennt noch in uns, wie geben wir die Flamme weiter? Wie können wir gemeinsam Verantwortung für unser Älteste /Ältester sein und für die nächste Generation übernehmen?
6. Ausblick: Was sind meine/unsere nächsten konkreten Schritte?
Ablauf Donnerstag, 19. November, 17–19 Uhr
Nachbereitung und Vertiefung: Was ist seit dem Tagesseminar weitergegangen?
Was hat sich gezeigt? Was ist offen geblieben? Wollen wir miteinander weitergehen?
Gemeinsamer Dialog und Ausblick.
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