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Cornelia Muth ist Pädagogin und nutzt schon seit vielen Jahren Dialogprozesse mit ihren Studierenden. Was kann Dialog in der Bildung bewirken?

Im Lebensweise Jahrestraining begegnen sich Menschen, die bereit sind, tiefer zu leben. Unter der Leitung der Wandelforscherin Vivian Dittmar und ihres Teams begeben sie sich auf eine gemeinsame Reise in das menschliche Potenzial – eine Reise, die Kopf und Herz, Innenwelt und Weltgeschehen miteinander verbindet.

Über das Buch »Sucht und Spiritualität« von Helmut Kuntz
Über das Buch »Sind Flüsse Lebewesen?« von Robert Macfarlane

Nengi Omuku ist eine junge Künstlerin, die zeitweise in ihrer Heimat Nigeria und in England lebt. Sie verbindet in ihrer Malerei Techniken der nigerianischen Yoruba-Tradition mit europäischer Malerei. Zudem nutzt sie die Malerei, um psychisch kranke Menschen bei ihrer Heilung zu unterstützen.

Die junge Organisation URBAN UTOPIA sieht in Pflanzen Inspiration für ein ganzheitliches Miteinander und für Zukunft stiftende Lebensräume. Letzten Sommer veranstaltete sie in Berlin eine Konferenz mit mehr als 300 Teilnehmenden. Eine zweite folgt im Juli. Im März, pünktlich zum kalendarischen Frühlingsanfang, verlieh URBAN UTOPIA erstmals die Tilia Awards. Sie sollen die Relevanz pflanzenbasierter Arbeit sichtbar machen. »Tilia« steht botanisch für Linden, Bäume, die über Jahrhunderte zentrale Versammlungsorte – Orte der Verbindung – waren. Worin liegt das Potenzial einer solchen Unternehmung, dem, was die digitale Revolution an bedrohlichen Aspekten mit sich bringt, gegenzuhalten? Ein Gespräch mit Paul Baumann, Gründer von URBAN UTOPIA.

Was bedeutet für Sie Kohärenz? Wenn Sie einen Moment innehalten und hineinspüren: Was taucht auf?

Der Boden wankt unter unseren Füßen, Gewissheiten sind weggebrochen, die Zukunft ungewiss, Misstrauen gefährdet unsere sozialen Beziehungen. Wo finden wir den Mut und das Vertrauen, uns mit anderen zu verbinden und unsere Welt zu gestalten?

Im Leben sind wir immer zusammen unterwegs. In Beziehungen zu Menschen, die älter sind als wir, können wir aus der Erfahrung lernen. Wir können unsere eigene Erfahrung an Menschen weitergeben, die jünger sind als wir. Aber auch Ältere können sehr viel von Jüngeren lernen. In der Tat kann das ganze Leben zu einem gemeinsamen Lernen werden. Aber wie ist das möglich? Wir haben einige Menschen, die Räume für die Begegnung zwischen den Generationen schaffen, gefragt: Was können die Generationen voneinander lernen?

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Immer mehr junge Menschen sind inspiriert von fundamentalistisch religiösen Influencern wie Charlie Kirk, folgen vermehrt der traditionellen Religion, sind für nationalistische Parolen anfällig, wenden sich der KI als emotionalem Bezugspunkt zu oder bereiten sich auf den Kollaps vor. Gibt es etwas, das diese Phänomene miteinander verbindet? Was bedeutet das für die Begegnung zwischen den Generationen?

Als Bildungswissenschaftler beschäftigt sich Zak Stein mit der Rolle der Bildung im Kontext der Metakrise und der Technologie. Eine der größten Herausforderungen sieht er darin, wie Werte, Wissen und Weisheit zwischen den Generationen weitergegeben werden.

Sara Whitewater ist eine Älteste und Medizinfrau vom Volk der Navajo, die versucht, die traditionellen Zeremonien an die nachfolgende Generation weiterzugeben – gegen viele Schwierigkeiten. Wir sprachen mit ihr über die Herausforderungen bei der Wahrung einer heiligen Tradition.

Immer mehr Projekte stellen sich die Frage, wie sie einen Austausch zwischen jüngeren und älteren Menschen fördern können. Wie können die Generationen zusammenkommen und voneinander lernen? Wir haben mit Pionieren aus Deutschland, Österreich und Schweden gesprochen, welche Erfahrungen sie machen.

Als Journalist hat Raphael Thelen für große Magazine wie »Der Spiegel« und »Die Zeit« aus Kriegsgebieten und zuletzt über die Folgen des Klimawandels aus verschiedenen Teilen der Welt berichtet. Vor zweieinhalb Jahren entschied er sich, zur Letzten Generation zu gehen, die sich vor Kurzem in die Neue Generation umbenannt hat. Wir sprachen mit ihm über einen Aktivismus im Dialog der Generationen und die junge Energie der Revolution.

In einer Kultur der Hybris wirkt Demut aus der Zeit gefallen. Aber könnte es sein, dass wir die Haltung der Demut gerade heute neu finden müssen, um den Krisen unserer Zeit gewachsen zu sein?

Jenseits der KurzsichtigkeitUnser Leben baut auf dem auf, was die vergangenen Generationen uns überlassen haben, und die zukünftigen Generationen werden von dem bestimmt, was wir ihnen hinterlassen. Was bedeutet es, ein guter Vorfahre zu sein, damit sich Menschen in der Zukunft entfalten können? Diese Frage hat der Soziologe Roman Krznaric eingehend erforscht und kommt zu überraschenden Einsichten.

Heike Pourian bietet als Wandelforscherin und Lehrerin für Kontaktimprovisation Erfahrungsräume der Verbundenheit an und erreicht damit auch junge Menschen. Die Bildungsaktivistin Helen Britt nahm an solch einem Treffen teil und es veränderte auch ihre Beziehung zur älteren Generation. Wir sprachen mit Helen und Heike über die Frage, wie eine gelungene Beziehung zwischen den Generationen gelebt werden kann.

Die Ältesten nehmen in indigenen Kulturen einen zentralen Platz im sozialen Gefüge ein. In den alternden westlichen Gesellschaften zeigt sich für ältere Menschen solch eine sinngebende Rolle erst in Anfängen. Wie könnte es heute aussehen, eine Älteste zu sein und dadurch beim Wandel unserer Kultur mitzuwirken?
Simon Marian Hoffmann ist schon als junger Mensch aufgebrochen, um sich als Filmemacher, Musiker, Künstler und Gestalter künstlerisch aktivistischer Aktionen mit der Lebensperspektive junger Menschen in unserer Gesellschaft und in unserem Bildungssystem auseinanderzusetzen. Heute verwirklicht er die Vision einer freien Bildung in der UniArtCity, ist als Rapper Simon Courtier unterwegs, hat eine Petition zur Mitbestimmung junger Menschen an der Entscheidung zur Wehrpflicht initiiert. Wir sprachen mit ihm über die Rolle der Jugend und der Älteren in unserer Gesellschaft und wie wir uns begegnen können.

Während der Arbeit an dieser Ausgabe begleiten wir evolve-Herausgeber Thomas Steininger auf seinem Weg durch das Sterben. Thomas ist für mich ein Freund, spiritueller Gefährte, ein Mentor. Dieser existenzielle Moment ist für mich der Anlass, Thomas als einen Ältesten in meinem Leben zu würdigen und nachzuspüren, was es bedeutet, gemeinsam auf dem Weg zu sein.

New, intersubjective consciousness that makes possible new capacities for collaboration and co-conscious creativity · evolve world is a living dialogue field for co-creating the future of open society.
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