Ein Leben für das Heilige
Ein Nachruf für Dr. Thomas Steininger
October 19, 2025

Im Lebensweise Jahrestraining begegnen sich Menschen, die bereit sind, tiefer zu leben. Unter der Leitung der Wandelforscherin Vivian Dittmar und ihres Teams begeben sie sich auf eine gemeinsame Reise in das menschliche Potenzial – eine Reise, die Kopf und Herz, Innenwelt und Weltgeschehen miteinander verbindet.
evolve: Vivian, du sprichst oft von einer »Reise in die Essenz». Was bedeutet das für dich – und für die Menschen, die an deinem Jahrestraining teilnehmen?
Vivian Dittmar: Für mich ist das Jahrestraining ein Erfahrungsraum, in dem Menschen sich selbst auf einer sehr tiefen Ebene begegnen. Es geht nicht darum, im herkömmlichen Sinne etwas zu »lernen«, sondern darum, sich an etwas zu erinnern, das in uns allen bereits vorhanden ist – an die eigene Lebendigkeit, an die Fähigkeit zu fühlen, zu lieben und bewusst zu handeln.
Besonders berührt mich, wie Menschen im Laufe des Jahres immer schöner werden, und zwar von innen. Sie kommen tiefer mit sich in Kontakt und mehr von ihrer Essenz wird sichtbar. Das ist sehr beglückend.
e: Das klingt nach einem intensiven Prozess. Wie ist dieser Weg strukturiert?
VD: Das Jahrestraining besteht aus vier Präsenzmodulen – Emotionale Heilung, Gesunde Beziehungen, Innere Anbindung und Echter Wohlstand. Zwischen den Modulen begleiten wir die Teilnehmenden online mit Austauschtreffen, Podcasts und Reflexionsräumen. Es ist also kein isoliertes Seminarerlebnis, sondern ein zusammenhängender Entwicklungsbogen über zwölf Monate.
Die Gruppenstruktur spielt eine große Rolle. Jede Person ist Teil eines sogenannten Clans, einer kleinen Gemeinschaft, die über das Jahr hinweg miteinander verbunden bleibt. Diese Clans werden zu echten Resonanzräumen – Orte, an denen wir einander halten, spiegeln, ermutigen.
Ich werde dabei von einem erfahrenen Team unterstützt. Mentorinnen und Mentoren, die in der Lebensweise Coaching-Ausbildung sind, begleiten die Prozesse und sorgen für Sicherheit im Raum.
Im Lebensweise Jahrestraining begegnen sich Menschen, die bereit sind, tiefer zu leben. Unter der Leitung der Wandelforscherin Vivian Dittmar und ihres Teams begeben sie sich auf eine gemeinsame Reise in das menschliche Potenzial – eine Reise, die Kopf und Herz, Innenwelt und Weltgeschehen miteinander verbindet.
evolve: Vivian, du sprichst oft von einer »Reise in die Essenz». Was bedeutet das für dich – und für die Menschen, die an deinem Jahrestraining teilnehmen?
Vivian Dittmar: Für mich ist das Jahrestraining ein Erfahrungsraum, in dem Menschen sich selbst auf einer sehr tiefen Ebene begegnen. Es geht nicht darum, im herkömmlichen Sinne etwas zu »lernen«, sondern darum, sich an etwas zu erinnern, das in uns allen bereits vorhanden ist – an die eigene Lebendigkeit, an die Fähigkeit zu fühlen, zu lieben und bewusst zu handeln.
Besonders berührt mich, wie Menschen im Laufe des Jahres immer schöner werden, und zwar von innen. Sie kommen tiefer mit sich in Kontakt und mehr von ihrer Essenz wird sichtbar. Das ist sehr beglückend.
e: Das klingt nach einem intensiven Prozess. Wie ist dieser Weg strukturiert?
VD: Das Jahrestraining besteht aus vier Präsenzmodulen – Emotionale Heilung, Gesunde Beziehungen, Innere Anbindung und Echter Wohlstand. Zwischen den Modulen begleiten wir die Teilnehmenden online mit Austauschtreffen, Podcasts und Reflexionsräumen. Es ist also kein isoliertes Seminarerlebnis, sondern ein zusammenhängender Entwicklungsbogen über zwölf Monate.
Die Gruppenstruktur spielt eine große Rolle. Jede Person ist Teil eines sogenannten Clans, einer kleinen Gemeinschaft, die über das Jahr hinweg miteinander verbunden bleibt. Diese Clans werden zu echten Resonanzräumen – Orte, an denen wir einander halten, spiegeln, ermutigen.
Ich werde dabei von einem erfahrenen Team unterstützt. Mentorinnen und Mentoren, die in der Lebensweise Coaching-Ausbildung sind, begleiten die Prozesse und sorgen für Sicherheit im Raum.
e: Beginnen wir mit dem ersten Modul: Emotionale Heilung. Warum startest du damit?
VD: Weil wir unsere Essenz nicht erleben können, solange wir in alten emotionalen Mustern gefangen sind. Viele Menschen versuchen, an sich zu arbeiten, ohne sich auf die emotionale Ebene einzulassen – und bleiben dadurch an der Oberfläche, verheddern sich in der Analyse oder flüchten sich in die Spiritualität.
Im Modul Emotionale Heilung geht es darum, diese Blockaden zu lösen. Wir vertiefen die Praxis der bewussten Entladung, also die Fähigkeit, Gefühle sicher und heilsam zu fühlen, ohne sie zu verdrängen oder zu projizieren. Wir erforschen die fünf Grundgefühle – Wut, Trauer, Angst, Scham und Freude – nicht als Störfaktoren, sondern als Kräfte.
Wenn Menschen lernen, diese Gefühle in ihrer reinen Form zuzulassen, offenbaren sie sich als kraftvolle Ressource. Wir beginnen, unsere Gefühle als Beziehungskräfte zu erleben. Das verändert grundlegend unser Verhältnis zu bislang als schwierig erlebten Gefühlen wie Wut oder Angst.
e: Das zweite Modul widmet sich »Gesunden Beziehungen». Wie hängt das mit der emotionalen Arbeit zusammen?
VD: Sehr direkt. Solange wir unsere Emotionen nicht bearbeitet haben, reproduzieren wir sie in unseren Beziehungen – in Konflikten, in Abhängigkeiten, in unausgesprochenen Erwartungen.
In diesem Modul geht es darum, diese Dynamiken zu erkennen und zu transformieren. Wir arbeiten an Themen wie Nähe und Distanz, Bindung und Autonomie, Macht und Grenzen. Wenn Menschen lernen, Konflikte nicht mehr als Bedrohung zu sehen, sondern als Möglichkeit für Wachstum, öffnet sich ein völlig neuer Raum.
Viele Teilnehmende sagen hinterher: Ich habe gelernt, in Beziehung zu bleiben, auch wenn es schwierig wird. Das ist für mich auch ein zutiefst politischer Akt – weil Beziehung das Fundament jeder Gemeinschaft ist und wir unsere fehlende Konfliktfähigkeit gerade auf der Weltbühne wieder schmerzlich erleben.
e: Danach folgt das Modul »Innere Anbindung». Geht es hier in den spirituellen Bereich?
VD: Ja, hier öffnet sich das Feld des Transpersonalen. Nachdem wir auf der persönlichen Ebene aufgeräumt haben, geht es nun um die Frage: Wer bin ich jenseits meiner Geschichten, jenseits meiner Emotionen und Rollen?
Wir erforschen, was ich »transrationales Denken« nenne – also die Zusammenarbeit von rationalem Verstand, Intuition, Inspiration und Herzintelligenz. Es geht darum, wieder mit einer tieferen Form von Wissen in Kontakt zu kommen, was oft auch vereinfacht »innere Führung« genannt wird.
Das ist kein abstrakter Prozess. Menschen erleben Momente tiefer Stille, Klarheit und Verbundenheit. Diese Erfahrungen sind oft unspektakulär, aber sie verändern die Qualität des Seins.
e: Und schließlich der »Echte Wohlstand». Das klingt fast paradox – nach außen gerichtet, aber innerlich motiviert.
VD: Genau. In diesem letzten Modul geht es darum, alles Gewonnene ins Leben zu bringen. Wir sprechen über fünf Dimensionen von Wohlstand: Zeit, Beziehungen, Kreativität, Spiritualität und Ökologie.
Zentral ist dabei die gelebte Erfahrung dieser Wohlstandsdimensionen in der inzwischen gewachsenen Gemeinschaft der Gruppe. Hierbei wird deutlich: Echter Wohlstand kann nicht gehortet werden, er will kultiviert werden wie ein Garten.
e: Du betonst häufig die Bedeutung der Gemeinschaft. Warum ist das so zentral?
VD: Weil Heilung nicht im Alleingang geschieht. Wir brauchen Resonanz, Spiegelung, Miteinander. In unseren Clans lernen die Teilnehmenden, einander wirklich zu sehen – jenseits von Alter, Geschlecht, Rolle oder Hintergrund.
Das Miteinander über Generationen hinweg ist besonders berührend. Junge Menschen erleben, wie verletzlich und offen Ältere sein können. Ältere spüren die Lebenskraft und Entschlossenheit der Jüngeren. So entsteht ein kollektiver Lernraum, in dem Weisheit keine Frage des Alters ist.
e: Was bleibt, wenn das Jahr zu Ende geht?
VD: Vielleicht das Gefühl, wieder Teil des Lebens zu sein. Viele berichten, dass sie anders atmen, anders zuhören, anders arbeiten. Dass sie Konflikte nicht mehr fürchten, sondern nutzen.
Das Jahrestraining endet nicht wirklich. Es pflanzt Samen, die weiterwachsen – in Beziehungen, Projekten, Gemeinschaften. Und es erinnert uns daran, dass wir Menschen sind: fühlende, verbundene, schöpferische Wesen.
e: Was wünschst du dir für die Zukunft dieses Trainings?
VD: Dass es weiterhin Räume gibt, in denen Menschen gemeinsam Menschsein erforschen – jenseits von Leistungsdruck und Selbstoptimierung. Wir brauchen nicht mehr Wissen, sondern Erfahrungsräume, die Herz, Geist und Körper wieder verbinden.
Das Jahrestraining ist ein solcher Raum. Eine Einladung, sich tiefer auf das Leben einzulassen.
Stimmen von Teilnehmenden
Marieke:
»Ich habe so viel mehr bekommen, als das, wofür ich mich angemeldet hatte. Mein soziales Netzwerk hat sich durch das Jahrestraining nachhaltig mit tollen, bewussten Menschen erweitert, was mein Leben so sehr bereichert. Also danke, danke, danke für alles – und danke an mich selbst, dass ich mir dieses Jahrestraining geschenkt habe. Es war zu dem Zeitpunkt in meinem Leben die beste Investition, die ich hätte machen können.«
Helmut:
»Dieses Jahr brachte mich mir sehr viel näher, ich fühle mich deutlich weniger ›ferngesteuert‹. Ich habe jetzt eine Ahnung, wer ich bin, fühle öfter meine ›Essenz‹ fern aller Klischees.«
Nora:
»Es hat mir so viel Raum für innere Ausrichtung und Klarheit geschenkt, für Ordnen und Neusortieren, für Gehaltenwerden und für mein Kleinsein ebenso wie für meine Größe. Vor allem hat es in mir einen Raum für wahres Miteinander geöffnet – wo deins und meins gleichwürdig nebeneinander sein darf. So viele alte Emotionen konnten gehen, und ich fühle mich gerade einfach frei. Danke für diesen großen, wunderbaren Weg. Ich würde ihn wieder so gehen!«